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	<title>Potsdam - Brisant, Interessant, Schön</title>
	<link>http://presseclubpotsdam.com</link>
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	<pubDate>Mon, 27 Jun 2011 22:16:47 +0000</pubDate>
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	<language>en</language>
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		<title>Drama um Mieterverein Potsdam geht weiter</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Jun 2011 22:14:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Volker Punzel</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 11. Mai 2011 ließ Herr Hermann Biro durch den Geschäftsführer des Mietervereins Potsdam und Umgebung e.V. (MVP), Onni Saal, auf der Internetseite des Vereins folgendes veröffentlichen:
Mitteilung des Kommissarischen Vorsitzenden 
Die ordentliche Mitgliederversammlung am  3. Mai 2011 hat beschlossen, den Gesamtvorstand zu beauftragen,  innerhalb der nächsten vier Wochen zusammenzutreten und eine neue  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 11. Mai 2011 ließ Herr Hermann Biro durch den Geschäftsführer des Mietervereins Potsdam und Umgebung e.V. (MVP), Onni Saal, auf der Internetseite des Vereins folgendes veröffentlichen:</p>
<p><strong>Mitteilung des Kommissarischen Vorsitzenden </strong></p>
<p><em>Die ordentliche Mitgliederversammlung am  3. Mai 2011 hat beschlossen, den Gesamtvorstand zu beauftragen,  innerhalb der nächsten vier Wochen zusammenzutreten und eine neue  Mitgliederversammlung innerhalb der nächsten 4 Monate einzuberufen.</em></p>
<p><em>Zwischenzeitlich haben Frau Dr. Barbara  Scholz und Herr Andre Hildebrandt ihren Rücktritt vom Amt der  Vorsitzenden und des Stellvertretenden Vorsitzenden erklärt.</em></p>
<p><em>Der Gesamtvorstand ist deshalb bereits am  11.05.2011 zusammengetreten und hat aufgrund der Satzung beschlossen,  dem Registergericht als Notvorstand Frau RAin Ilka Stolle vom Deutschen  Mieterbund Land Brandenburg e.V. und Herrn RA Christian Gottschling  vorzuschlagen.</em></p>
<p><em>Bis zur Einsetzung des Notvorstandes bzw.  der Neuwahl des Vorstandes in der nächsten Mitgliederversammlung ist  Herr Hermann Biro durch den Gesamtvorstand als Kommissarischer  Vorsitzender eingesetzt worden.</em></p>
<p>Der Inhalt der Mitteilung war zwischen Biro und den anderen Mitgliedern des Vorstandes abgestimmt worden. Die Sitzung am 26. Mai 2011 fand statt. Doch zeigte sich auf dieser das wahre Gesicht von Biro. Er teilte seinen Vorstandskollegen mit, dass er sich an die gemeinsam gefaßten und danach auch über die Interseite des Vereins verbreiteten Beschlüsse nicht mehr gebunden fühle, gegen die Bildung eines Notvorstandes mit den der Öffentlichkeit mitgeteilten Personen sei und stattdessen seine Berufung als Notvorstand beim Vereinsregister des Amtsgerichts Potsdam beantragt hatte.Die mit dieser Mitteilung eröffnete Sitzung war damit gescheitert. Den Vorstandsmitgliedern mit einem Schlag vor Augen geführt, welchen Fehler sie begangen hatten, diesen Mann mit der Funktion des Kommissarischen Vorsitzenden zu betrauen. Sie mussten aber auch erkennen, dass es ohne externe Hilfe nicht möglich sein wird, eine wirkliche Heilung des Vereins zu erreichen.</p>
<p>Mit dieser Erkenntnis war aber nichts im positiven Sinn zu ändern, denn es sollte noch schlimmer kommen. Und wie immer, zog hier derGeschäftsführer des Vereins seine, dem Mieterverein Potsdam und Umgebung e.V. schadenden und nur ihm persönlich Nutzen bringenden, unheilvollen Fäden.</p>
<p align="right"><strong>Fortsetzung folgt </strong></p>
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		<title>Mieterverein Potsdam: Gefahr der Diktatur zunächst gebannt</title>
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		<pubDate>Wed, 04 May 2011 12:33:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Volker Punzel</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Mieterverein Potsdam und Umgebung e.V. (MVP) ist der Gefahr einer Triumviratsdiktatur (zunächst) entgangen. Die am 3. Mai 2011 tagende Mitgliederversammlung (39 stimmberechtigte Mitglieder in Vertretung von 4.100 Mitgliedshaushalten) wehrte den Versuch der seit Juni 2010 amtierenden Vereinsvorsitzenden, Dr. Barbara Scholz, ab, demokratisch durch die Mitgliederversammlung gewählte, der Vorsitzenden jedoch nicht hörige Mitglieder aus dem Vorstand zu entfernen, diesen auf den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Mieterverein Potsdam und Umgebung e.V. (MVP) ist der Gefahr einer Triumviratsdiktatur (zunächst) entgangen. Die am 3. Mai 2011 tagende Mitgliederversammlung (39 stimmberechtigte Mitglieder in Vertretung von 4.100 Mitgliedshaushalten) wehrte den Versuch der seit Juni 2010 amtierenden Vereinsvorsitzenden, Dr. Barbara Scholz, ab, demokratisch durch die Mitgliederversammlung gewählte, der Vorsitzenden jedoch nicht hörige Mitglieder aus dem Vorstand zu entfernen, diesen auf den so genannten BGB-Vorstand zu reduzieren und einen ihr genehmen Beisitzer in den Vorstand wählen zu lassen. Nach heftiger, kontrovers, aber weitgehend mit sachlichen Argumenten geführter Diskussion wurde die Mitgliederversammlung durch Annahme eines entsprechenden Antrages abgebrochen. Die Vereinsmitglieder beauftragten den Vorstand, innerhalb der nächsten vier Wochen eine Sitzung des <strong>Gesamtvorstandes</strong> durchzuführen und auf dieser einen Termin für eine Außerordentliche Mitgliederversammlung zu bestimmen. Diese soll innerhalb der folgenden vier Monate stattfinden, d.h. bis spätestens Anfang September 2011.</p>
<p>Bereits die Vorgeschichte und die Vorbereitung der Mitgliederversammlung zeigten, in welcher Art und Weise Dr. Scholz, ihr Stellvertreter - Andre Hildebrandt - und der Geschäftsführer des MVP, Onni Saal, den Verein beherrschten und ihn künftig, abgesichert durch ein Votum der Mitgliederversammlung, weiterhin zu beherrschen gedachten. Sie verdeutlichen zugleich die Intentionen der Personen, die dem Triumvirat als Berater zur Seite stehen. Zu diesen gehört der vormalige stellvertretende Vorsitzende des MVP, <a href="http://www.pnn.de/potsdam/161614/">aktuelle Präsident der Stadtverordnetenversammlung Potsdam </a>und Vorsitzende des <a href="http://www.potsdamer-toleranzedikt.de/index.php?article_id=1019">Bauvereins Neue Synagoge Potsdam e.V.</a> , Rechtsanwalt Peter Schüler. Es ist aber auch möglich, dass die vorstehend genannten Führungspersonen des MVP diese Intentionen falsch interpretiert hatten.</p>
<p>1. Erstmalig in der Geschichte des Mietervereins Potsdam und Umgebung e.V. hatte nicht der Vorstand zur Mitgliederversammlung eingeladen, sondern lediglich die Vorsitzende.<br />
2. Auf der Mitgliederversammlung wurde kein gemeinsam erarbeiteter Bericht des Vorstandes gehalten, sondern nur ein persönlicher Bericht der Vorsitzenden.</p>
<p>Als Begründung für die unter 1. und 2 benannten Sachverhalte führte die Vorsitzende an, so zu verfahren gezwungen gewesen zu sein, weil keine Zusammenarbeit innerhalb des Vorstandes möglich gewesen wäre. Was sie nicht sagte und was erst im Verlauf der Mitgliederversammlung Detail für Detail ans Licht geholt werden musste war, dass sie den Vorstand, unter Negierung der üblichen Praxis monatlich durchzuführender Vorstandssitzungen, im Verlauf des ersten Jahres ihrer Tätigkeit lediglich zu zwei (!) Sitzungen einberufen hatte. Und ansonsten in der vorstehend gekennzeichneten Triumviratskonstellation herrschte. <em>Es seien ihr zu viele Diskussionen im Vorstand geführt worden</em>, führte sie als Begründung für die durch sie erfolgte Einstellung der Zusammenarbeit mit dem Gesamtvorstand an, <em>und  bei diesen sei es zumeist um  Randprobleme gegangen</em>. Eines dieser so genannten nach Meinung der Vorsitzenden <em>unnötig diskutierten Randprobleme</em> war der von ihr in der ersten Vorstandssitzung nach ihrer Wahl im Juni 2011 unternommene Versuch, <a href="http://www.mieterverein-potsdam.de/html/body_satzung.html#S08">§ 8, Absatz 1</a>, der Satzung des Mietervereins Potsdam und Umgebung außer Kraft zu setzen und den Vorstand künftig nur noch auf der Grundlage von <a href="http://www.mieterverein-potsdam.de/html/body_satzung.html#S08">§ 8, Absatz 2</a>, tätig werden zu lassen. Dagegen hatte die Mehrheit des Vorstandes Einspruch erhoben und den Vorstoß abgewehrt. In der darauf folgenden Sitzung des Vorstandes, Anfang September 2011, war die Vorsitzende nicht zugegen, so dass diese durch ihren Stellvertreter geleitet wurde. Er leitete die Sitzung in der Form, wie sie ihm aus den vorhergehenden vier Jahren Vorstandsarbeit bekannt war und wie sie auch in den vielen Jahren davor durch die anderen Vorstände praktiziert worden war. Als die Vorsitzende das Protokollentwurf der Sitzung zur Kenntnis erhielt, verwahrte sie sich gegen die Ergebnisse der Beratung, lehnte diese pauschal ab - und holte den Gesamtvorstand nie mehr zu einer Vorstandssitzung zusammen. Es gab von ihrer Seite danach keine Angebote zu Einzelgesprächen mit den Vorstandsmitgliedern, an sie gerichtete (in sachlicher Form abgefasste) und als Versuch der Kontaktaufnahme mit ihr gedachte elektronische Post bewertete sie pauschal als &#8220;Mobbing&#8221;. Dem Muster eines &#8220;Mobbers&#8221; folgend, trug sie zugleich alles zusammen, was sie zur öffentlichen Verunglimpung und Beleidigung der eherenamtlich tätigen Vorstandsmitglieder einzusetzen gedachte, und in der Mitgliederversammlung dann auch einsetzte. Bezeichnend dafür auch die Begründung des durch die Vorsitzende an die Mitgliederversammlung gestellten Beschlussantrages &#8220;Abwahl der Vorstandsmitglieder Dr. Rainer Radloff, Christian Gottschling, Harry Winks&#8221;. Darin heißt es: <em>&#8220;Durch das Verhalten der oben genannten Vorstandsmitglieder wird dem Verein Schaden zugefügt. Die Beziehungen zu den anderen Vorstandsmitgliedern sind zudem so nachhaltig gestört, daß eine inhaltlich-konstruktive Arbeit der anderen Vorstandsmitglieder mit ihnen unmöglich ist.&#8221; </em>Für den pauschal erhobenen Vorwurf, &#8220;dem Verein Schaden&#8221; zuzufügen, konnte die Vorsitzende keine belastbaren und einer unabhängigen Prüfung standhaltenen Fakten erbringen. Was die Unmöglichkeit der Zusammenarbeit mit den anderen Vorstandmitgliedern anbelangte, so stellte sich im Verlauf der Versammlung heraus, dass diese zwischen fünf von sieben Vorstandsmitgliedern funktionierte, lediglich die Vorsitzende und deren Stellvertreter sich aber gegen eine solche stellten.</p>
<p><strong>Im Verlauf der Mitgliederversammlung traten die Probleme und  die in der Vorgeschichte zum Ausdruck gekommenen Intentionen offen zutage.</strong></p>
<p>Eingeleitet wurde die Versammlung mit der Diskussion über einen durch den MVP-Geschäftsführer, Onni Saal, unternommenen Versuch, die Abstimmungsmehrheiten im Interesse des Triumvirats und vor allem zu seinen Gunsten zu beeinflussen. Dazu hatte er seine Ehefrau, einen Sohn, einen Freund des Sohnes sowie eine Freundin desselben als abstimmungsberechtigte Mitglieder in die Versammlung einbinden lassen wollen. Als dies in einem Fall mißlang, wurde der Sohn schnell mit dem privaten Pkw losgeschickt, um die Mutter der Freundin in die Versammlung zu holen. Einzelne Mitglieder, von denen sich das Triumvirat ein vorbehaltloses positives Votum erhoffte, wurden (unter Ausnutzung der ihnen gegebenen Möglichkeiten) angerufen und gezielt zur Versammlung eingeladen. Hierbei handelte es sich um eine Praxis, die nicht zum ersten Mal angewandt wurde und bei der der Geschäftsführer federführend agierte. Bereits die Mitgliederversammlung 2005 war durch den Geschäftsführer so manipuliert worden, ebenfalls auch die Mitgliederversammlung 2010. In beiden Fällen erfolgte eine Abwahl des jeweils amtierenden Vorsitzenden. </p>
<p><strong>Einen Höhepunkt - nicht unbedingt einen positiven - bildete der Bericht der Vorsitzenden.</strong></p>
<p>Ausgehend von der These, mit ihrer Wahl zur Vorsitzenden von der Mitgliederversammlung den Auftrag erhalten zu haben, einen Neuanfang zu finden, stellte sie sich als Person dar, die für den Verein ein Gewinn sei und die es so bisher nicht gegeben habe. Eine Vorgeschichte ihrerTätigkeit gab es für Dr. Scholz nicht und somit auch keine Beschlüsse oder Festlegungen, an die sie hätte anknüpfen müssen. Die Mitgliederversammlung 2010 hatte ihr aber mit auf den Weg gegeben, einen Untersuchungsbericht zum Thema Haushaltskonsolidierung sowie dazu vom Vorstand bereits getroffene Entscheidungen in ihre Arbeit einzubeziehen und umzusetzen. Darauf musste sie aber erst in der Diskussion aufmerksam gemacht werden. Für sie existierte dieser Sachverhalt, siehe obige These, nicht. Um die anwesenden Vereinsmitglieder dennoch zu beeindrucken und für sich zu gewinnen, führte sie eine lange Liste von ihr unternommenen Einzelaktivitäten auf sowie nicht unbedingt zum Arbeitsgebiet der Vorsitzenden gehörende, sondern in die Tätigkeit der Geschäftsstelle fallende Einzelaktivitäten auf. In der Diskussion wurde sie darauf aufmerksam, dass es sich dabei um Dinge handle, die ein neu ins Amt gekommenen Vereinsvorsitzender normal abzuarbeiten habe und dieses bislang auch immer schon so geschehen sei.</p>
<p><strong>Die Thematik Mieten- und Wohnungspolitik fehlte, bis auf die Mitarbeit am Mietspiegel, vollständig im Bericht der Vorsitzenden.</strong></p>
<p>Dagegen nahmen die von ihr vorgetragenen Angriffe gegen die Vorstandsmitglieder Radloff, Gottschling und Winks sowie gegen die Revisorin des Vereins, Antje Reif, breiten Raum ein. Zum Teil waren sie von einem derartigen Niveau, dass den davon betroffenen Personen in der Diskussion empfohlen wurde, dagegen auf rechtlichem Weg vorzugehen. In der über 20jährigen Geschichte des Mietervereins Potsdam und Umgebung e.V. hatte es auf keiner Mitgliederversammlung in einem Bericht des Vorstandes den Fall gegeben, dass Vorstandsmitglieder derartig massiv und teilweise in ehrabschneidender und verleumderischer Form angegriffen worden waren. Dr. Barbara Scholz hat sich somit einen Platz in der Vereinsgeschichte geschaffen, dies erstmalig und als erste weibliche Vorsitzende praktiziert zu haben. In der Diskussion war sie darauf immer wieder aufmerksam gemacht worden.</p>
<p><strong>Die Mitgliederversammlung reagierte selbstbewußt und souverän auf den Bericht der Vorsitzenden und auf weitere Berichte des Rumpfvorstandes - sie lehnte eine Entlastung des Vorstandes ab.</strong></p>
<p>Nachdem es im Zusammenhang mit dem Antrag der Vorsitzenden über die Abwahl von Vorstandsmitgliedern zu heftigen Diskussionen kam und keine Einigkeit über die Rechtmäßigkeit desselben erzielt werden konnte, wurde die Versammlung im Ergebnis eines entsprechenden, abgestimmten und angenommenen Antrages abgebrochen und die Einberufung einer Außerordentlichen Mitgliederversammlung bis spätestens Anfang September 2011 beschlossen.</p>
<p><strong>Fazit<br />
</strong>Die 2005 offen ausgebrochene Krise des Mietervereins Potsdam und Umgebung e.V. besteht weiter. Die Bemühungen des von 2006 bis 2010 amtierenden Vorstandes, die Ursachen dieser Krise aufzudecken und auf dieser Basis Schritte zur Lösung derselben zu unternehmen, wurden durch die im Juni 2010 gewählte Vorsitzende und durch deren Stellvertreter nicht fortgeführt. Indem sie die Ergebnisse der Arbeit des vorher gehenden Vorstandes negierten und alle an deren Erarbeitung beteiligten Personen aus Entscheidungspositionen herauswerfen wollten bzw. bezüglich einer möglichen Zusammenarbeit von vornherein ignorierten, verschärften sie die Krise des Vereins erneut und führen ihn auf einen Weg an dessen Ende die Handlungsunfähigkeit des Mietervereins Potsdam und Umgebung e.V. stehen kann. Ein Neuanfang wäre in einem solchen Fall nur über die vollständige Entlassung aller Vorstandsmitglieder (die Vorsitzende eingeschlossen) und die Übernahme der Vereinsführung durch einen vom DMB-Landesverband Brandenburg eingesetzten Notvorstand möglich. Dessen Aufgabe wäre es, die Bedingungen für eine ordnungsgemäße Neuwahl eines Vorstandes zu schaffen.</p>
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		<title>Infobrief für Vereine und Chronisten</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Jan 2009 13:43:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Volker Punzel</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Ortschronisten]]></category>

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		<description><![CDATA[Die erste Ausgabe des Infobriefs mit Informationen und Terminen für die Heimat- und Geschichtsvereine sowie  für die Ortschronisten des Landes Brandenburg liegt seit dem 11. Januar 2009 vor und kann hier abgerufen werden. (Infobrief 1-2009) Es ist ein Versuch, ein weiterer Versuch, die Information für die Heimat- und Geschichtsvereine sowie für die Ortschronisten auszubauen und den Dialog mit ihnen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die erste Ausgabe des Infobriefs mit Informationen und Terminen für die Heimat- und Geschichtsvereine sowie  für die Ortschronisten des Landes Brandenburg liegt seit dem 11. Januar 2009 vor und kann hier abgerufen werden. (<a href="http://presseclubpotsdam.com/__oneclick_uploads/2009/02/infobrief-vereine-und-chronisten-1-2009.pdf" title="Infobrief 1-2009">Infobrief 1-2009</a>) Es ist ein Versuch, ein weiterer Versuch, die Information für die Heimat- und Geschichtsvereine sowie für die Ortschronisten auszubauen und den Dialog mit ihnen bzw. den Informations- und Meinungsaustausch unter ihnen zu befördern. Verfasst wird der Infobrief von einem sich dafür verantwortlich fühlenden Redakteur. Wie gut der Inhalt ist, hängt aber wesentlich von Zuarbeiten der oben erwähnten Adressaten ab.</p>
<p>In den letzten Jahren sind auf der Seite <a href="http://www.geschichtsmanufaktur-potsdam.de/">www.geschichtsmanufaktur-potsdam.de</a> verschiedene Möglichkeiten geschaffen worden, auf sich aufmerksam machen zu können und Menschen zu animieren, sich untereinander zu besuchen. Immer wird darauf gesetzt, dass Touristen aus anderen Teilen Deutschlands, aus anderen Ländern Europas oder von anderen Kontinenten nach Brandenburg-Berlin kommen. Sie kommen natürlich, der personelle, materielle und finanzielle Kraftaufwand sie zu uns zu holen, ist dafür aber auch nicht gerade gering. Um den Tourismus zu entwickeln, müssen wir nicht in erster Linie darauf hinarbeiten, dass die Fremden zu uns kommen, sondern <strong>wir</strong>müssen uns der Schönheit und der Möglichkeiten bewusst werden, die unsere Heimat bietet. Und <strong>wir </strong>müssen den Willen haben, mit- und untereinander in den  bezahllten Leistungsaustausch zu treten. Das Land Brandenburg hat ca. 2,6 Millionen Einwohner, Berlin - die größte Stadt Brandenburgs - 3,6 Millionen. Was wäre das für ein Touristenstrom in der Region Berlin-Brandenburg, wenn sich wenigstens die Hälfte dieser Menschen entschließen könnte, jeweils die Nachbarorte, -dörfer, -städte oder -regionen in ihrer heimatlichen Umgebung aufzusuchen. Oder ist alles schon sattsam bekannt? Die ehrliche Antwort würde vermutlich &#8220;Nein&#8221; lauten und oft die eigene Bequemlichkeit als Haupthinderungsgrund genannt werden, sich auf den Weg zu machen.</p>
<p>Damit ist die Aufgabe definiert: Wenn wir die in Brandenburg und Berlin lebenden Menschen in unseren Ort oder in unsere Heimatstube holen wollen, müssen wir ihnen rechtzeitig vorher sagen, was sie dann dort erwartet. Der Infobrief soll dabei eine Hilfe sein.</p>
<p>Dr. Volker Punzel<br />
Geschichtsmanufaktur Potsdam</p>
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		<title>Potsdam - über 13 Brücken erreichbar</title>
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		<pubDate>Mon, 05 May 2008 09:19:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Volker Punzel</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Naturwunder]]></category>

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		<description><![CDATA[Die historischen Quartiere der Stadt Potsdam, d.h. die zwischen der Ersterwähnung Potsdams im Jahr 993 und dem Ende des 19. Jahrhunderts entstandenen Bauten, liegen auf einer Insel. Einmal um die Insel herum fahren zu wollen, bedeutet sich auf eine Strecke von rund 30 Kilometer einstellen zu müssen. Den größten Teil der Strecke fährt man auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die historischen Quartiere der Stadt Potsdam, d.h. die zwischen der Ersterwähnung Potsdams im Jahr 993 und dem Ende des 19. Jahrhunderts entstandenen Bauten, liegen auf einer Insel. Einmal um die Insel herum fahren zu wollen, bedeutet sich auf eine Strecke von rund 30 Kilometer einstellen zu müssen. Den größten Teil der Strecke fährt man auf der Havel, die als Fluß aber nicht erkennbar ist. Sie kann sich über eine so große Fläche zwischen den sich über die Insel entlang ziehenden Endmoränenhügelketten ausbreiten, dass sie zahlreiche Seen bildet. Von der Glienicker Brücke in Richtung Westen ist zunächst der <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tiefer_See_(Potsdam)">Tiefe See</a> zu durchqueren, nach einzelnen Flusszwischenabschnitten folgen der <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Templiner_See">Templiner See</a>, der <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schwielowsee">Schwielowsee</a>, der <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fer_Zernsee">Große Zernsee</a>, die <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wublitz">Wublitz</a>, der Schlänitzsee, der <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sacrow-Paretzer-Kanal">Sacrow-Paretzer Kanal</a>, der <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fahrlander_See">Fahrlander See</a>, <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wei%C3%9Fer_See_%28Potsdam%29">Weißer See </a>und der <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jungfernsee">Jungfernsee</a>.</p>
<p>13 Brücken verbinden die Insel Potsdam und das &#8220;Festland&#8221;. Die <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Glienicker_Br%C3%BCcke">Glienicker Brücke</a>, die Humboldtbrücke, die Lange Brücke, die Eisenbahnbrücke über den <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Templiner_See">Templiner See</a>, die Eisenbahnbrücke über das Caputher Gemünde bei Caputh, die Baumgartenbrücke zwischen Geltow und Werder (Havel), die Eisenbahnbrücke über den <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fer_Zernsee">Großen Zernsee </a>zwischen Wildpark-West und Werder (Havel), die <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wublitz">Wublitz</a>brücke bei Grube, die Fußgängerbrücke bei Nattwerder, die Eisenbahnbrücke bei Marquardt, die Straßenbrücke über den Sacrow-Paretzer Kanal auf der B 273 bei Marquardt und die Brücke des Friedens bei Neufahrland. Zwei Fähren - die Autofähre über das Caputher Gemünde sowie die Personenfähre vom Kiewitt zur Insel Hermannswerder - ergänzen die Verbindung mit dem Festland.</p>
<p>Das Wasser umspült nicht nur die Insel Potsdam, sondern ist im gesamten Stadtgebiet reichlichst vorhanden. 11 Prozent der Fläche Potsdams, das sind 20 Quadratkilometer, sind vom Wasser belegt. 83 Kilometer lang ist die Summe der Uferlinie aller im Stadtgebiet Potsdams befindlichen Gewässser.</p>
<p>Die Insellage brachte und bringt Potsdam Vorteile, aber auch Nachteile. Unbestritten sind die sich daraus ergebenden Vorteile für den Tourismus, in der Frühphase der Entwicklung Potsdams bot die besondere Lage aber auch Vorteile für die militärische Sicherung der Stadt sowie für die Einnahme von Steuern. Diese wurden sowohl von den auf dem Wasserwege kommenden Reisenden und Händlern kassiert als auch von denen, die auf dem Landweg Potsdam querten. Zwei der bedeutendsten deutschen Fernreise- bzw. -handelswege verlaufen über der Insel Potsdam. Das sind die <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bundesstra%C3%9Fe_1">Bundesstraße 1</a> und die <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bundesstra%C3%9Fe_2">Bundesstraße 2</a>.<br />
Die Bundestraße 1 liegt im Verlauf der ehemaligen Reichsstraße 1. Diese führte bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges über eine Länge von 1392 km von Aachen über Jülich, Düsseldorf, Essen, Dortmund, Soest Paderborn, Hameln, Hildesheim, Braunschweig, Magdeburg, Potsdam, Berlin, Altlandsberg, Küstrin, Landsberg (Warthe), Konitz, Dirschau, Elbing, Braunsberg, Königsberg, Insterburg und Gumbinnen bis nach Eydtkuhnen an der damaligen deutsch-litauischen Grenze. Sie war die längste je existierende deutsche Straße.<br />
Die Bundesstraße 2 liegt im Verlauf der ehemaligen Reichsstraße 2, die an der deutsch-österreichisvchen Grenze bei Mittenwald beginnt und heute an der deutsch-polnischen Grenze bei Schwedt (Oder) endet. Bis 1945 führte sie weiter nach Stettin und von dort weiter über Köslin durch den ab 1918 polnisch-kaschubischen Korridor nach Danzig und weiter bis an die Weichsel bei Dirschau (heute <em>Tczew</em>).</p>
<p>Aus der Tatsache, dass die Insel von den Bundesstraßen 1 und 2 gequert wird, ergeben sich aber auch die größten Nachteile für die Stadt. Die verkehrstechnischen Probleme führen immer wieder zu Bauarbeiten an den Brücken sowie auf der Insel selbst. Geichzeitig bringen sie stets neuen Stoff für Diskussionen, so z.B. für die über den Bau eines dritten Havelüberganges (der eigentlich ein vierter wäre) oder für die über die Notwendigkeit des Baus einer Innerstädtischen Entlastungsstraße (ISES). Zugleich wurden die verkehrstechnischen Probleme als Argument mit herangezogen, als es 1959 um die Beseitigung der Ruinen des <a target="_blank" href="http://www.potsdam-wiki.de/index.php/Stadtschloss">Potsdamer Stadtschlosses </a>ging oder 1968 im Zusammenhang mit der Sprengung der Ruine der <a target="_blank" href="http://www.potsdam-wiki.de/index.php/Garnisonkirche">Potsdamer Garnisonkirc</a>he sowie mit der Neugestaltung der <a target="_blank" href="http://www.potsdam-wiki.de/index.php/Breite_Stra%C3%9Fe">Breiten Straße</a>.<br />
Die Insellage bietet in verkerstechnischer Hinsicht aber auch Vorteile. So könnte die Stadt Potsdam ihren Etat enorm aufbessern, wenn sie von den über die Brücken kommenden Fahrzeugen Maut verlangen würde. Man könnte dies ja zunächst auf Lkw und Fernreisebusse beschränken.</p>
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		</item>
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		<title>Aufruhr in &#8220;Klein Holland&#8221;</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Apr 2008 16:36:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Volker Punzel</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Pressekritik]]></category>

		<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine neu gegründete Interessengemeinschaft Holländisches Viertel e.V. &#8220;will Handel, Gewerbe und Gastronomie im historischen Karree unterstützen und dabei auch die dort ansässige Kultur stärken&#8221;. Werbung und Veränderungen seien dringend nötig, so der Vereinsvorsitzende Marten Klinger. Einige Händler stünden mit dem Rücken an der Wand, weil der Umsatz nicht ausreiche. Nun könnte jene Händler bemitleiden, die geschäftliche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine neu gegründete Interessengemeinschaft Holländisches Viertel e.V. &#8220;will Handel, Gewerbe und Gastronomie im historischen Karree unterstützen und dabei auch die dort ansässige Kultur stärken&#8221;. Werbung und Veränderungen seien dringend nötig, so der Vereinsvorsitzende Marten Klinger. Einige Händler stünden mit dem Rücken an der Wand, weil der Umsatz nicht ausreiche. Nun könnte jene Händler bemitleiden, die geschäftliche Probleme haben. Doch das ist nicht erforderlich. Und auch die Notwendigkeit eines neuen Vereins wird nicht nur von Außenstehenden angezweifelt, sondern auch von im Holländischen Viertel ansässigen Gewerbetreibenden.</p>
<p>Es gibt in Potsdam kein zweites Geschäftszentrum, in dem so exklusive Rahmenbedingungen für den Handel herrschen, wie im Holländischen Viertel. Schon seit der zweiten Hälfte der 90er Jahre können die Geschäftsleute sieben Tage in der Woche ihre Produkte an die Frau oder den Mann bringen. Als &#8220;touristischer Bedarf&#8221;, der auch an den Wochenenden und zu den Feiertagen verkauft werden darf, zählen hier ebenfalls Bekleidung oder Einrichtungsgegenstände für die Wohnung. Einmal im Jahr, zum Tulpenfest, wird das Holländische Viertel weiträumig abgesperrt und nur gegen Zahlung einer Eintrittsgebühr ist der Wochenendeinkauf gestattet. Zweimal jährlich, im Frühling und im Herbst, findet in der Mittelstraße ein Töpfermarkt statt. Und im Dezember jeden Jahres reitet Sinterklaas auf seinem weißen Schimmel zur Holländischen Weihnacht in Potsdam ein.<br />
Darüber hinaus wird jede Touristengruppe, die Potsdam besucht, auch durch das Holländische Viertel geführt. Und das einzigartige Beispiel niederländischer Baukunst des 18. Jahrhunderts außerhalb der Niederlande wird in jedem Reiseführer und in den Medien deutschlandweit und international beschrieben. Und nun fordert ein Herr Marten Klinger, beruflich als <a target="_blank" href="http://www.pnn.de/anzeigen/">Anzeigenberater</a> für die Potsdamer Neuesten Nachrichten tätig, mehr Werbung.</p>
<p>Wenn ein Gewerbetreibender geschäftlich nicht erfolgreich ist und er schon gute Rahmenbedingungen hat, um seinem Geschäft nachzugehen, liegt es doch wohl an ihm. Wenn es einem Geschäftsmann auch nach Jahren Geschäftstätigkeit nicht gelungen ist, sich einen stabilen Kundenstamm aufzubauen, so liegt es doch wohl in erster Linie an ihm. Und wem es nicht gelingt, sich von der in großen Scharen durch das Holländische Viertel laufenden Kundschaft, sich seinen Teil an Kunden zu sichern, der sollte sein Geschäftsgebaren überprüfen und nicht die Zeit mit dem Singen von Klageliedern vergeuden.</p>
<p>Nun hat sich aber eine Interessengemeinschaft gegründet und da sie sich nun schon einen Vorstand gegeben und auch das Vereinsregister mit dem Eintragen des Vereins belästigt hat, sollte sie nun etwas tun. Doch die Vorstandsmitglieder wissen vermutlich nicht, worin ihr Tun bestehen könnte. Zu sehr waren sie offensichtlich damit beschäftigt, ihr Ego zu pflegen und den öffenlichkeitswirksamen Auftritt der letzten Woche vorzubereiten, als sich mit der aus Kleinarbeit bestehenden Situationsaufarbeitung im Holländischen Viertel zu befassen und daraus Schlußfolgerungen für zu bewältigende Aufgaben abzuleiten. Das einzige, was sie uns anbieten können lautet: Anwohnerparken raus aus dem Holländischen Viertel.</p>
<p>Und bezüglich des Anwohnerparkens gleiten die Ankündigungen der IG Holländisches Viertel ins Lächerliche ab. Es ist noch nicht sehr lange her, dass die Gewerbetreibenden der Innenstadt und auch die des Holländischen Viertels von der Stadtverwaltung gefordert hatten, möglichst freizügig mit dem ruhenden Verkehr umzugehen, sowohl mit den Autos der Kunden als auch mt denen der Anwohner. Alle Hinweise auf die vom ruhenden Verkehr ausgehenden Belästigungen und auf die Alternative &#8220;Parkhaus&#8221; waren immer wieder mit dem Hinweis abgeschmettert worden, dass der Kunde möglichst nah an den Geschäften mit seinem Auto zum Stehen kommen wolle und es ihm nicht zugemutet werden könne, die Einkäufe vom Geschäft zum Parkhaus zu tragen. Gewerbetreibende, die der Meinung der Stadtverwaltung bezüglich einer Verkehrsberuhigung gefolgt waren, hatten keinen leichten Stand.</p>
<p>Die Führung der neu gegründeten Interessengemeinschaft wäre nicht nur hinsichtlich der Verkehrsfragen gut beraten gewesen, sich mehr mit der Geschichte der jüngsten Zeit im Holländischen Viertel zu befassen, sondern auch in Bezug auf die von den Gewerbetreibenden selbst entwickelten Vereinsaktivitäten. Denn bereits Ende 1994 war im Holländischen Viertel eine Interessengemeinschaft ins Leben gerufen worden, die &#8220;Interessengemeinschaft der Gewerbtreibenden im Holländischen Viertel&#8221; (<a href="http://presseclubpotsdam.com/__oneclick_uploads/2008/05/ig-hollandisches-viertel.pdf" title="IG Holländisches Viertel">IG Holländisches Viertel</a>).</p>
<p>Pressebeiträge über die Gründung der IG Holländisches Viertel:<br />
- <a target="_blank" href="http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11193085/60709/Interessengemeinschaft_Hollaendisches_Viertel_wirbt_um_Mitstreiter_Und_alle.html">Märkische Allgemeine Zeitung vom 26. April 2008</a><br />
- <a target="_blank" href="http://archiv.pnn.de/archiv/26.04.2008/3990735.pnn">Potsdamer Neueste Nachrichten vom 26. April 2008</a></p>
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		<title>Das Neueste vom Immobilienmarkt?</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Apr 2008 15:54:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Volker Punzel</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Pressekritik]]></category>

		<category><![CDATA[Architektur]]></category>

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		<description><![CDATA[Was war die Nachricht, die Volkmar Klein den Lesern der MAZ am 15. April 2008 auf S. 13 übermitteln wollte? &#8220;Die geringe Wohnungsbautätigkeit in Potsdam wird sich in beschleunigt steigenden Mieten und Kaufpreisen niederschlagen. Zwischen jährlich 2,2 und 2,5 Prozent Anstieg prognostiziert das Wirtschaftsforschungsinstitut Feri Rating &#38; Research für alle Segmente des Wohnungsmarktes. &#8230; Bei neuen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was war die Nachricht, die Volkmar Klein den Lesern der <a target="_blank" href="http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11183473/60709/Fehlender_Neubau_treibt_Mieten_hoch_immobilien.html">MAZ am 15. April 2008 </a>auf S. 13 übermitteln wollte? &#8220;Die geringe Wohnungsbautätigkeit in Potsdam wird sich in beschleunigt steigenden Mieten und Kaufpreisen niederschlagen. Zwischen jährlich 2,2 und 2,5 Prozent Anstieg prognostiziert das Wirtschaftsforschungsinstitut <a target="_blank" href="http://frr.feri.de/de/das-unternehmen/portrait.aspx">Feri Rating &amp; Research</a> für alle Segmente des Wohnungsmarktes. &#8230; Bei neuen Wohnungen werde sich die durchschnittliche Nettokaltmiete bis 2009 auf  7,10 Euro je Quadratmeter erhöhen. Bei Altbauten werde sie auf 5,70 Euro steigen.&#8221; Nun gut, wieder hat ein Unternehmen festgestellt, dass die Mieten in Potsdam steigen werden. Das hat aber Wolfgang Jöntgen, Immobilienexperte im Vorstand der Mittelbrandenburgischen Sparkasse bereits in <a target="_blank" href="http://www.focus.de/immobilien/kaufen/immobilienatlas/tid-9486/deutschland-teil-2-penthouse-oder-platte_aid_268805.html">&#8220;FOCUS&#8221; 12/2008</a>, S. 70, festgestellt. Angesichts der über dem aktuellen Angebot an Wohnraum hinaus gehenden Nachfrage erwartet er &#8220;überwiegend steigende Mieten und Kaufpreise&#8221;. Die aktuellen Preise für eine Eigentumswohnung in Potsdam gibt FOCUS im gleichen Heft mit 1.030 EURO (einfache Lage), 1.340 EURO (mittlere), 2.020 EURO (gehobene) und 3.160 EURO (sehr gehobene Lage) je Quadratmeter an. Die Immobilienspezialisten von Feri Rating bezifffern sie für 2008 mit 1.746 Euro und für 2016 mit 2.100 Euro je Quadratmeter. Für welche Lage diese Preise gelten, ist aus dem MAZ-Beitrag jedoch nicht zu erfahren.</p>
<p>Das ist auch logisch, denn Volkmar Klein hatte offensichtlich nur die Pressemitteilung von Feri Rating &amp; Research zur Verfügung. Und die sollte nicht zuviel verraten, sondern lediglich das Interesse an Mehr wecken. Dieses Mehr-Wissen ist auch zu haben, aber nicht preiswert. Wer das <a target="_blank" href="http://frd.feri.de/Shop/Order.aspx?Name=RealEstatesRating">Immobilienmarkt-Dossier über Potsdam </a>(Stand: 31.3.2008) sein Eigen nennen will, muss 1.500 Euro hinblättern. Also dann los, und das Dossier erworben. Denn das war die Nachricht, die Feri Rating eigentlich übermittelt sehen wollte.</p>
<p>Vielleicht muss man soviel Geld aber nicht hinblättern, um sich zu informieren. Vielleicht ist es besser, sich vor Ort zu informieren. Denn die einheimischen Immobilienspezialisten leben vielfach in diesem Markt und tagtäglich mit ihm. Und die sollten doch wohl besser in der Lage sein, konkretere Auskunft zu geben, als ein in Bad Homburg, Paris, London und New York ansässiges Unternehmen. </p>
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		<title>&#8220;Linke Barbarei&#8221; bei Stadtschlossabbruch</title>
		<link>http://presseclubpotsdam.com/archives/12</link>
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		<pubDate>Fri, 11 Apr 2008 08:45:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Volker Punzel</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Pressekritik]]></category>

		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>

		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[In der Debatte zum Antrag des Landtagspräsidenten Gunter Fritsch, der für das auf dem Alten Markt in Potsdam in den Um- und Aufrissen des früheren Stadtschlosses zu errichtende Gebäude des Brandenburger Landtages die Wiederherstellung der historischen Fassade vorsieht, erklärte der CDU-Landtagsabgeordnete Wieland Niekisch am 10. April 2008 im Landtag: Mit dem Neubau nach historischem Vorbild [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der Debatte zum Antrag des Landtagspräsidenten Gunter Fritsch, der für das auf dem Alten Markt in Potsdam in den Um- und Aufrissen des früheren Stadtschlosses zu errichtende Gebäude des Brandenburger Landtages die Wiederherstellung der historischen Fassade vorsieht, erklärte der CDU-Landtagsabgeordnete <a target="_blank" href="http://www.landtag.brandenburg.de/de/Niekisch_Wieland_Dr/293513.html?referer=293556">Wieland Niekisch </a>am 10. April 2008 im Landtag: Mit dem Neubau nach historischem Vorbild könne klargemacht werden, dass <em>&#8220;der Abriss des wiederaufbaufähigen Schlosses durch linke Barbarei nicht das letzte Wort der Geschichte ist&#8221;</em>.  Der Vizechef der CDU-Landtagsfraktion, CDU-Kreisvorsitzende in Potsdam und Stadtverordnete der Potsdamer Stadtverordnetenversammlung ist dafür bekannt, dass er oft verbal um sich schlägt, ohne vorher darüber nachzudenken. Hauptsache die Wirkung ist erreicht. Und hinterfragt werden seine Sprüche sowieso kaum, auch nicht durch die Journalisten, wie das Beispiel des von Volkmar Krause in der <a target="_blank" href="http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11181179/62249/SPDCDU_Koalition_stimmt_geaenderter_Planung_zu_Kritik_der.html">MAZ vom 11. April 2008 auf S. 1</a> verfassten Beitrags zeigt.</p>
<p>Unbestritten ist, dass die Ruinen des bei der Bombardierung Potsdams am 14. April 1945 zerstörten Potsdamer Stadtschlosses im Jahr 1959 gesprengt und vollständig abgetragen wurden. Unbestritten ist auch, dass zu dieser Zeit eine von der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) dominierte Stadtverordnetenversammlung und ein SED-Oberbürgermeister in Potdam für die Stadtpolitik verantwortlich zeichneten. Unbestritten ist auch, dass die Beseitigung der Überreste des &#8220;Horts des reaktionären Preußentums&#8221; einer der sehnlichsten Wünsche der von der SED dominierten Regierung der DDR war.</p>
<p>Die Überreste historisch bedeutsamer Gebäude wurden zu dieser Zeit, und sogar später, aber auch in anderen Teilen Deutschlands beseitigt oder waren für einen Abbruch vorgesehen. Und in diesen Fällen lag die Verantwortung bei Politikern, denen Herr Niekisch wohl kaum unterstellen möchte, dass es sich dabei um &#8220;Barbaren&#8221; gehandelt hat.</p>
<p><strong>Beispiel 1: Braunschweig</strong><br />
Das Schloss in Braunschweig, auch <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Braunschweiger_Schloss">Braunschweiger Residenzschloss </a>genannt, war die Residenz der braunschweigischen Herzöge. 1718 errichtet, fiel es 1830 einem Brand zum Opfer. Das 1841 neu erbaute Schloss wurde im Zweiten Weltkrieg durch Luftangriffe schwer beschädigt. 1960 beschloss der Stadtrat von Braunschweig, die erhalten gebliebenen Überreste des Schlosses abzureissen. Die Entscheidung des von der SPD mit absoluter Mehrheit beherrschten Stadtrates erfolgte gegen den Widerstand von großen Teilen der Bevölkerung Braunschweigs. (siehe dazu auch: <em><a target="_blank" href="http://www.mazarchiv.de/_suche/6565/maz2007/c_200704/braunschweig_geschichte_und_geschaefte.html">MAZ, Beilage, Ostern 2007, S. 1: Kallensee, Frank: Geschichte und Geschäfte. Potsdam will sein Schloss wiederhaben. Braunschweig hat es schon. Der Preis dafür war hoch. </a>)</em></p>
<p><strong>Beispiel 2: Berlin<br />
</strong>Der Senat von Berlin-West hatte sich ebenfalls mit einem Schloss und mit dessen Schicksal zu befassen, mit dem Schloss Charlottenburg. Zwischen 1695 und 1712 erbaut bzw. ausgebaut, war es 1943 bei Bombenangriffen stark verwüstet worden. Die West-Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten sprach sich für die Wiederherstellung des Bauwerkes und seiner Außenanlagen aus. Der Senat und das Abgeordnetenhaus hatten jedoch - u.a. aus Kostengründen - den Abbruch der Ruinen ins Auge gefasst. Diesem Schicksal entging das Schloss Charlottenburg vor allem deshalb, weil Ende 1950 in Ost-Berlin die Überreste des dortigen Stadtschlosses beseitigt wurden. In einer Reihe mit den Kommunisten genannt zu werden, wenn es um den Umgang mit historischen Baudenkmälern ging, das wollten die West-Berliner Stadtoberen nun doch nicht. Aus diesem Grund vollzogen sie eine Kehrtwende. Das Schloss Charlottenburg wurde wieder aufgebaut.</p>
<p>Sicherlich gibt es auch in anderen Städten, Orten und Gegenden Deutschlands Beispiele für einen in der jüngsten Vergangenheit nicht immer freundlichen Umgang mit historischen Baudenkmälern. Doch auch heute sind viele auf uns aus der Vergangenheit überlieferte Bauwerke bedroht. Oftmals stehen sie finanziellen und wirtschaftlichen Ambitionen im Weg oder werden - aus Geldgründen - als nicht mehr erhaltbar angesehen.  Handelt es sich dabei dann auch um Kulturbarbarei? Wenn ja, dann verteilen sich die &#8220;Barbaren&#8221; über das ganze politische Spektrum.</p>
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		<title>Potsdams Ersterwähnung</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Apr 2008 10:49:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Volker Punzel</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Weg einer Urkunde
Wenn es ein historisches Dokument gibt, um das immer wieder gestritten wird, so ist das die am 3. Juli 993 von König Otto III. unterzeichnete Schenkungsurkunde. In ihr ist der Begriff &#8220;Potzupimi&#8221; enthalten. Daraus wird abgeleitet, dass Potsdam somit 993 erstmalig namentlich erwähnt worden sei.  Im Jahr 1993 beging die brandenburgische Landeshauptstadt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Weg einer Urkunde<br />
</strong>Wenn es ein historisches Dokument gibt, um das immer wieder gestritten wird, so ist das die am 3. Juli 993 von König Otto III. unterzeichnete Schenkungsurkunde. In ihr ist der Begriff &#8220;Potzupimi&#8221; enthalten. Daraus wird abgeleitet, dass Potsdam somit 993 erstmalig namentlich erwähnt worden sei.  Im Jahr 1993 beging die brandenburgische Landeshauptstadt deshalb den 1000. Jahrestag der Ersterwähnung Potsdams. Lang ist die Liste von Veröffentlichungen, die die Auffassung von der im Jahr 993 erfolgten Ersterwähnung Potsdams argumentativ untermauern. In unserer Zeit besonders aktiv betätigte sich mit zahlreichen Veröffentlichungen diesbezüglich der Potsdamer Universitätsprofessor <a target="_blank" href="http://www.potsdam.de/cms/beitrag/10001943/27444/">Helmut Assing</a>. Doch seit einigen Jahren werden die Stimmen immer lauter, die Zweifel an der Echtheit der Urkunde von 993 hegen. Sie stützen sich auf die 2003 von dem Innsbrucker Professor der Rechtsgeschichte, <a target="_blank" href="http://www.sehepunkte.de/2004/06/5138.html">Hans Constantin Faußner</a>, aufgestellte Behauptung: Alle vor 1122 datierten so genannten Königsurkunden, gut 600 an der Zahl, sind Fälschungen. Als Fälscher macht er in einem vierbändigen Werk den von 1098 bis 1158 lebenden Abt von Stablo, Corvey und Monte Cassino, Wibald, dingfest. Ob dieser in seinem &#8220;Atelier für kreative Diplomatik, Schreibe- und Malkunst&#8221; unter anderem auch die Urkunde vom 3. Juli 993 hat anfertigen lassen, ist nicht nachweisbar. Aber eindeutig nachweisbar ist bislang auch nicht, dass die Urkunde wirklich am 3. Juli 993 schon existiert hat.</p>
<p>Ein Weg wäre, das vorhandene Exemplar der Urkunde mit naturwissenschaftlichen Methoden auf sein Alter zu untersuchen. Helmut Assing geht in seinen Arbeiten einen weiteren Weg. Er leitet aus der Untersuchung der gesellschaftlichen und machtpolitischen Verhältnissen der Zeit um 993 die Begründungen für die mögliche Existenz der Schenkungsurkunde ab. Ein dritter Weg, der bislang noch nicht beschritten wurde, der aber vielleicht die verlässlichsten Auskünfte zu erbringen vermag und auf den hier kurz eingegangen wird, ist der, den Weg der Urkunde durch die Jahrhunderte hindurch zu erforschen.</p>
<p>Die Schenkungsurkunde vom 3. Juli 993 und ihr Inhalt wurden der Öffentlichkeit zum ersten Mal im Jahr 1712 bekannt. In diesem Jahr erschien in Leipzig eine 702 Seiten starke Quellenedition. Ihr Titel &#8220;Antiqvitates Qvedklinburgenses, Oder Keyserlichen Freyen Weltlichen Stiffte Qvedlinburg: Sampt einigen alten Siegeln und nachrichten so hiezu dienlich. Aus den Abteylichen und Pröbsteylichen Archiv zusammen getragen von D. Friderich Ernst Kettner&#8221;. Die Urkunde vom 3. Juli 993 war eines der darin veröffentlichten Dokumente. Bis zum Erscheinen der Quellenedition von Kettner hatte offensichtlich niemand gewusst, dass es ein solches Dokument überhaupt gab. Gefunden hatte er es im Archiv des bereits 936 von den Ottonen gegründeten Freien Weltlichen reichsunmittelbaren Stifts Quedlinburg. Wie es dorthin gelangt war bzw. seit wann es dort lag, teilt Kettner in seiner Arbeit nicht mit. Genau so wenig beschäftigte ihn die Frage, ob das in der Urkunde erwähnte &#8220;Potzupimi&#8221; identisch war mit der an der Havel sich seit 1660 zur Residenzstadt entwickelnden Potsdam. Das nahm ihm Jacob Paul Gundling ab.</p>
<p>Jacob Paul Gundling, unter König Friedrich I. und nach einer erzwungenen zeitweiligen Unterbrechung später auch unter dessen Sohn (König Friedrich Wilhelm I.) - als Hofhistoriograph tätig, schreibt in seiner 1724 erschienenen Arbeit &#8220;Brandenburgischer Atlas oder Geographische Beschreibung der Chur-Marck Brandenburg&#8221; unter dem Stichwort &#8220;Potsdamm&#8221;: Diese Stadt ist eine der ältesten dieses Landes, welche schon zu Zeiten der Kayser Otten des Grossen in denen Quedlinburgischen Brieffschaften gedacht wird.&#8221; Gundling verweist als Beleg auf die von Kettner 12 Jahre zuvor veröffentlichte Urkunde. Er gibt ihr damit eine offizielle Bestätigung als &#8220;Ersterwähnungserkunde&#8221; und stellt als erster den Zusammenhang zwischen &#8220;Potzupimi&#8221; und &#8220;Potsdamm&#8221; her. Ohne über schlüssige Beweise zu verfügen, setzte Gundling Potzupimi und Potsdam gleich. Vielleicht wollte er damit Friedrich Wilhelm I., der ihn sowohl förderte als auch schikanierte, einen Gefallen tun. Stolz auf die Geschichte seines Geschlechts, musste es für des &#8220;Soldatenkönigs&#8221; Seele wie Balsam gewesen sein, mit Potsdam eine Residenz- und Garnisonstadt zu besitzen, die bereits 993 unter den Ottonen Erwähnung gefunden hatte. Kaum eine andere Stadt Brandenburgs, auch das wesentlich größere Berlin, konnte eine so lange Geschichte aufweisen.</p>
<p>Alle auf Gundling folgenden und sich mit der Geschichte Potsdams befassenden Personen verwenden den von ihm behaupteten Zusammenhang unkritisch. In Frage gestellt wurde von ihnen auch nicht die Echtheit der Urkunde. Bis auf den heutigen Tag ist keine Arbeit bekannt, die sich mit der Frage auseinandersetzt, welchen Weg die Urkunde bis zu ihrer erstmaligen Veröffentlichung im Jahr 1712 zurück gelegt hatte und bis wann, rückwärts betrachtet, ihre Existenz eindeutig nachweisbar ist.</p>
<p>Auch Kettner interessierte das Schicksal dieser einzelnen Urkunde nicht. Im Briefwechsel mit Gottfried Wilhelm Leibniz - mit dem er über verschiedene Ecken verwandt war - informierte er den Universalgelehrten über einzelne Aspekte der Geschichte des Freien Weltlichen Stifts zu Quedlinburg. So teilte Kettner in einem Brief u.a. mit, dass der sächsische Kurfürst Ernst, als er <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Quedlinburg">1477 Quedlinburg</a> eroberte, die besten Urkunden des Stifts nach Wittenberg habe bringen lassen. Um welche Dokumente es sich dabei gehandelt habe, gibt er jedoch nicht an.</p>
<p>Die Urkunde vom 3. Juli 993 wird im Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalts in Magdeburg aufbewahrt. Dort wartet sie darauf, dass sich ein Historiker der Erforschung des Weges annimmt, den sie im Verlauf der Geschichte zurücklegen musste.</p>
<p>Aktuelle Interpretationen des Namens &#8220;Potztupimi&#8221; im Internet:<br />
- Universität Potsdam, <a target="_blank" href="http://www.uni-potsdam.de/u/slavistik/institut/institut_historie.html">Institut für Slawistik</a><br />
- <a target="_blank" href="http://www.literaturport.de/index.php?id=26&amp;no_cache=1&amp;user_autorenlexikonfrontend_pi1%5Bal_ort%5D=Potsdam&amp;user_autorenlexikonfrontend_pi1%5Bal_opt%5D=4">Literaturport Berlin-Brandenburg</a><br />
- <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Potsdam">Wikipedia</a></p>
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		<title>Gartenstadt zwischen Tradition und Moderne</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Apr 2008 09:44:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Volker Punzel</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Naturwunder]]></category>

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		<description><![CDATA[Lennè und Pückler-Muskau, diese Namen fallen spontan ist von Potsdams Gärten und Gartengestaltern die Rede. Fast acht Prozent des Stadtgebietes werden von Grünanlagen belegt. Doch nicht alle wurden von Lennè bzw. Pückler-Muskau gestaltet. Namen, wie Foerster, Mattern, Göritz, Ebert, Altmann oder Wimmer stehen für die Fortsetzung der Potsdamer Gartenbautradition im 20. Jahrhundert. Und die Gartengestalter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lennè und Pückler-Muskau, diese Namen fallen spontan ist von Potsdams Gärten und Gartengestaltern die Rede. Fast acht Prozent des Stadtgebietes werden von Grünanlagen belegt. Doch nicht alle wurden von Lennè bzw. Pückler-Muskau gestaltet. Namen, wie Foerster, Mattern, Göritz, Ebert, Altmann oder Wimmer stehen für die Fortsetzung der Potsdamer Gartenbautradition im 20. Jahrhundert. Und die Gartengestalter des 19. Jahrhunderst hatten ihre Vorläufer.</p>
<p>Gartengeschichte ist Menschengeschichte. Menschen waren es, die Pflanzen wählten, Materialien und Formen, die den Garten ausmachen. Die in den Gärten der Hohenzollern tätigen Gärtner spielten Jahrhunderte lang eine wichtige Rolle in der Gartenkunst und Pflanzenkultur. Einige von ihnen hinterließen ihre Handschrift auch an öffentlichen Anlagen und privaten Gärten in Potsdams Stadtgebiet.</p>
<p>Joachim Ludwig Heydert (1716 bis 1794) gestaltete für Friedrich II. u.a. die Gartenpartie unterhalb der Bildergalerie im Park Sanssouci. Das sogenannte Thiemann-Haus in der Friedrich-Ebert-Straße, nördlich des Nauener Tores, war über lange Jahre sein Wohnsitz und Ort seines gärtnerischen Wirkens. Weitverzweigt und in Potsdams Stadtgeschichte zahlreiche Spuren hinterlassend war die Familie Sello. Bereits unter Friedrich II. wirkte Johann Samuel Sello (1724 bis 1787) als Hofgärtner in Potsdam. Der Hofgärtner Kaiser Wilhelms II., Ludwig Emil Walter Sello, schloss 1893 in Potsdam seine Augen. Sein Verwandter, Hermann Sello, war im Zuge der von Peter Joseph Lennè angeregten Verschönerung der Insel Potsdam tätig. Er gestaltete unter anderem die Wegeanlagen, welche sich auf der Insel längs der malerischen Havelufer hinziehen.</p>
<p>Im 19. Jahrhundert wurden unter Friedrich Wilhelm IV. umfangreiche Anstrengungen unternommen, die Stadt Potsdam mit der sie umgebenden Landschaft zu einem Gesamtkunstwerk zu formen. Während die Architekten Schinkel und Persius städtebauliche Akzente setzten, schuf Lennè in seinem ersten Landschaftsverschönerungsplan von 1833 ein System von Landschaftsgärten, Grünverbindungen und Ufergestaltungen. Die Potsdamer Kulturlandschaft wurde zu einem &#8220;Arkadien&#8221;, das die räumliche Enge gärtnerischer Anlagen durchbrach und mit einem differenzierten System von Blickbezügen einen inneren Zusammenhalt besaß. Als zentrales Element bot das Wasser die Möglichkeit, das Werk wie ein Panorama zu betrachten und zu durchfahren. Die bewaldeten Höhen entlang der gegenüberliegenden Gewässerufer bildeten hierzu die grüne Kulisse und einen schönen Kontrast. Ebenfalls nach Plänen Lennè gestaltet wurden der einstige Wilhelmplatz (heute: Platz der Einheit) sowie der Bassinplatz.</p>
<p>Eng verbunden mit dem Namen des Staudenzüchters Karl Foerster ist die Freundschaftsinsel. In Zusammenarbeit mit Hermann Mattern legte er dort 1937 einen großen Schau- und Sichtungsgarten an. Eine Vielzahl winterharter Blütenstauden sollten auf der Insel in ihrer Entwicklung beobachtet werden können. Die Züchtung der Stauden selbst erfolgte in den Foerster`schen Anlagen in Bornim.<br />
Akzente für die Gestaltung privater Gärten setzte über Jahrzehnte Hermann Göritz. Der an seinem Wohnhaus (Nordhang des Drachenberges) angelegte Garten war bis zu seinem Tod stets für Besucher und Interessenten geöffnet. Ein besonderes Beispiel moderner Gartengestaltung ist in der Ribbeckstraße in Bornstedt zu sehen. Das Grundstück gehört der Familie des bekannten Modegestalters Wolfgang Joop.</p>
<p>Die Bundesgartenschau, die Potsdam im Jahr 2001 ausrichtete, verknüpfte den gartengestalterischen Bogen zwischen den Gärtnermeistern des 17. und 18. Jahrhunderts, mit denen der Neuzeit und jenen der neuesten Zeit. Zugleich verdeutlichte sie mit der Neugestaltung des einstigen Manövergeländes Bornstedter Feld, dass Potsdam mit seiner militärischen Vergangenheit endgültig gebrochen und das Tor zu einer gartengestalterischen Zukunft geöffnet hat.</p>
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		<item>
		<title>Eine Stadt zum Leben</title>
		<link>http://presseclubpotsdam.com/archives/8</link>
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		<pubDate>Wed, 09 Apr 2008 09:16:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Volker Punzel</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Architektur]]></category>

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		<description><![CDATA[Wohnen in Potsdam. Eine Vielzahl von Möglichkeiten bietet sich da an. Über 150.000 Menschen nutzen derzeit die Chance, zwischen historischen Gartenkunstwerken und Bauten, zwischen weiträumigen Wasserflächen und bewaldeten Höhenzügen, in einer immer lebendiger und attraktiver werdenden, doch trotzdem genügend Ruhezonen bietenden Stadt zu leben. Historische Stadtquartiere des 18. Jahrhunderts, Villenviertel des 19. Jahrhunderts, Vorstädte mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wohnen in Potsdam. Eine Vielzahl von Möglichkeiten bietet sich da an. Über 150.000 Menschen nutzen derzeit die Chance, zwischen historischen Gartenkunstwerken und Bauten, zwischen weiträumigen Wasserflächen und bewaldeten Höhenzügen, in einer immer lebendiger und attraktiver werdenden, doch trotzdem genügend Ruhezonen bietenden Stadt zu leben. Historische Stadtquartiere des 18. Jahrhunderts, Villenviertel des 19. Jahrhunderts, Vorstädte mit Gründerzeitbauten, Landhausbauten der 20er und 30er Jahre, Plattenbauviertel der DDR-Zeit und modernste Wohnarchitektur internationalen Formats - all das hat Potsdam zu bieten. Und mit zunehmender baulicher Erneuerung der Stadt werden die Angebote vielfältiger.</p>
<p>34 Prozent des Potsdamer Stadtgebietes werden von Gebäuden und Freiflächen belegt. Auf Grünanlagen, Wald, Gewässer und landwirtschaftlich genutzte Flächen verteilen sich die restlichen 66 Prozent. In keiner anderen Landeshauptstadt Deutschlands hat jeder Einwohner soviel Fläche zur Verfügung, um sich zu erholen oder um allein sein zu können.</p>
<p>Die Vision nach dem Schönen, Geborgenen verstärkt sich in einer Gesellschaft, die der Kälte des Unpersönlichen entflieht, die Umwelt bewusster erleben will. Die Tradition der großen Architekturideen zu pflegen und die Vision Potsdam weiter zu treiben - Potsdam ist bemüht, diese Triebkraft zu nutzen. Liebevoll restaurierte historische Bauten wurden zum Domizil neuer Mieter. In den Erdgeschossen der Innenstadthäuser entwickelt sich ein breit gefächertes Angebot von Geschäften und gastronomischen Einrichtungen. Etwa 10 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt wuchs auf dem Kirchsteigfeld ein Wohnquartier heran, das neue urbane Qualitäten offeriert. Mehrere international renommierte Architekten waren an seinem Entstehen beteiligt und schufen mit ihm eine Klammer zwischen den Plattenbausiedlungen aus der Zeit vor 1989 und dem westlich des Neubaugebiets gelegenen, historisch gewachsenen Straßendorf Drewitz.</p>
<p>Potsdam ist eine Stadt der Kieze und Wohnquartiere, von separaten Stadtteilzentren. Das garantiert Überschaubarkeit und Individualität. Mit den neu entstandenen Einkaufsmärkten erhöhte sich auch in dieser Richtung die Lebensqualität. Weitere Einkaufsmöglichkeiten sind im Bau bzw. geplant.</p>
<p>Im Stadtzentrum ist Potsdam, dank der für die Öffentlichkeit erschlossenen Höfe, eine Stadt der kurzen Wege. Das gut ausgebaute und sich weiter ausdehnende Netz des innerstädtischen Öffentlichen Personennahverkehrs garantiert zügige Verbindungen zu und zwischen dem Zentrum und den sich in 6 bis 10 km Entfernung darum gruppierenden Stadt- bzw. Ortsteilen. Die S-Bahnanbindung und mehrere das Stadtgebiet querende Strecken der Deutschen Bahn AG sowie eine ausgedehntes Netz von Regionalbussen sichern ein schnelles Fortkommen nach und von Berlin, in das Umland Potsdams sowie in weite Teile Deutschlands.</p>
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