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Infobrief für Vereine und Chronisten

Die erste Ausgabe des Infobriefs mit Informationen und Terminen für die Heimat- und Geschichtsvereine sowie  für die Ortschronisten des Landes Brandenburg liegt seit dem 11. Januar 2009 vor und kann hier abgerufen werden. (Infobrief 1-2009) Es ist ein Versuch, ein weiterer Versuch, die Information für die Heimat- und Geschichtsvereine sowie für die Ortschronisten auszubauen und den Dialog mit ihnen bzw. den Informations- und Meinungsaustausch unter ihnen zu befördern. Verfasst wird der Infobrief von einem sich dafür verantwortlich fühlenden Redakteur. Wie gut der Inhalt ist, hängt aber wesentlich von Zuarbeiten der oben erwähnten Adressaten ab.

In den letzten Jahren sind auf der Seite www.geschichtsmanufaktur-potsdam.de verschiedene Möglichkeiten geschaffen worden, auf sich aufmerksam machen zu können und Menschen zu animieren, sich untereinander zu besuchen. Immer wird darauf gesetzt, dass Touristen aus anderen Teilen Deutschlands, aus anderen Ländern Europas oder von anderen Kontinenten nach Brandenburg-Berlin kommen. Sie kommen natürlich, der personelle, materielle und finanzielle Kraftaufwand sie zu uns zu holen, ist dafür aber auch nicht gerade gering. Um den Tourismus zu entwickeln, müssen wir nicht in erster Linie darauf hinarbeiten, dass die Fremden zu uns kommen, sondern wirmüssen uns der Schönheit und der Möglichkeiten bewusst werden, die unsere Heimat bietet. Und wir müssen den Willen haben, mit- und untereinander in den  bezahllten Leistungsaustausch zu treten. Das Land Brandenburg hat ca. 2,6 Millionen Einwohner, Berlin - die größte Stadt Brandenburgs - 3,6 Millionen. Was wäre das für ein Touristenstrom in der Region Berlin-Brandenburg, wenn sich wenigstens die Hälfte dieser Menschen entschließen könnte, jeweils die Nachbarorte, -dörfer, -städte oder -regionen in ihrer heimatlichen Umgebung aufzusuchen. Oder ist alles schon sattsam bekannt? Die ehrliche Antwort würde vermutlich “Nein” lauten und oft die eigene Bequemlichkeit als Haupthinderungsgrund genannt werden, sich auf den Weg zu machen.

Damit ist die Aufgabe definiert: Wenn wir die in Brandenburg und Berlin lebenden Menschen in unseren Ort oder in unsere Heimatstube holen wollen, müssen wir ihnen rechtzeitig vorher sagen, was sie dann dort erwartet. Der Infobrief soll dabei eine Hilfe sein.

Dr. Volker Punzel
Geschichtsmanufaktur Potsdam

Geld für Ortschronisten

Die Ortschronisten und Heimat- und Geschichtsvereine des Landes Brandenburg leisten eine unermüdliche Arbeit für die Aufarbeitung der Geschichte ihres Heimatortes, ihrer Heimatregion, bzw. Heimatbundeslandes. Sie tun dies ehrenamtlich, freiwillig und gern. Forderungen nach Bezahlung der von ihnen erbrachten Ergebnisse stellen sie nicht. Vielfach finanzieren sie sich selbst (aus der eigenen bescheidenen Rente, aus dem schmalen privaten Hartz-IV-Budget, aus ihrem zeitlich begrenzten Arbeitslosengeld I oder indem sie von dem Haushaltsbudget der Familie Geld für die Freizeitarbeit abzweigen). Trotz dieser widrigen finanziellen Umstände machen sie die heimatgeschichtlichen Forschungen gern. Für viele ist es der Inhalt, der sie am Leben beteiligt oder nur einfach am Leben hält, nachdem sie mit über 40 oder 50 als für bezahlte Arbeit nicht mehr geeignet angesehen wurden oder mit Erreichen des 65. Lebensjahres den verdienten Ruhestand antreten konnten.

Kein Mensch kann nur von der Luft leben und ständiges Betteln bei der Gemeinde, der Stadt- oder Kreisverwaltung bzw. dem Land nach wenigstens 50 oder 100 EURO einmaliger oder jährlicher Unterstützung macht müde, lenkt aber vor allem vom eigentlichen Anliegen ab: ortschronistische Arbeit leisten zu wollen.

Auch wenn sie aus dem Budget der öffentlichen Mittel so gut wie gar nicht mit Unterstützung bedacht werden, so müssen die Ortschronisten, Heimat- und Geschichtsvereine Brandenburgs nicht völlig vom Geldfluss abgeschnitten sein. Es gibt für sie Möglichkeiten, zu Geld zu kommen. Vielfach sind sie sogar ganz nah. Man hat sie nur nicht erkennen können oder aufgrund von Desinteresse an Zusammenarbeit mit anderen nicht zu nutzen vermocht.

Hat der eine oder andere Verein oder Ortschronist z.B. schon einmal darüber nachgedacht, wie sich aus einer Zusammenarbeit mit den örtlichen Immobilienmaklern oder altansässigen Firmen Geld einwerben ließe?
Wurde schon einmal darüber nachgedacht, wie man durch eine Kooperation mit der Verwaltung und Betreibern von Internetportalen auch ohne bzw. mit nur sehr wenig Geld im Internet vertreten sein kann?
Wurde schon einmal darüber nachgedacht, welcher geldwerte Vorteil aus historischen Forschungen für die Wirtschaftsentwicklung gezogen werden könnte?

Vorstehend aufgeworfene Fragen sind nur ein kleiner Teil von Möglichkeiten, um ortschronistische Arbeit finanzierbar zu machen. Wer Interesse daran gefunden hat, sich weiter mit diesem Thema zu befassen und so Finanzierungsquellen für sich als Ortschronist oder für seinen Verein zu finden, der kann sich ruhig unter eMail: info@geschichtsmanufaktur-potsdam bzw. unter 033200-83769 melden

Allein weiß ich sehr viel. Im Austausch mit anderen kann dieses Wissen unermeßliche Ausmaße erreichen.
Ich muss es nur wollen!!

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